Bauten im Bestand


(Auszug aus einer Liste von aktuell ca. 50 Bauaufgaben in unterschiedlicher Grösse, überwiegend in Heidelberg.)

Renovierung einer Kirchenfassade mit wertvollen Verglasungen, Heidelberg




Fassade





Fensterverglasungen von Harry Mc Lean


Umbau und Sanierung eines denkmalgeschützten Wohnhauses, Heidelberg

Denkmalgeschützte Wohnhäuser fachgerecht zu sanieren ist ein vielschichtiges Unterfangen. Es geht dabei um die erhaltende Erneuerung einzelner Bauteile oder eines Gesamthauses, um verträgliche Nutzungen in einem historischen Bestand, um Reparaturen an geschichtsträchtigen Konstruktionen, um die Verbindung ALT-NEU in allen Belangen und natürlich auch um die angemessene Auseinandersetzung mit den Grundfragen der Architektur: der Schaffung von Räumen!








Neuordnung und Sanierung eines innerstädtischen Areales, Heidelberg-Altstadt

Im Zeitraum 1986-1988 hat sich mein Büro ausführlich mit dem durch die Heiliggeiststrasse im Norden, die Semmelsgasse im Osten, die Obere Neckarstrasse im Süden und die Mönchgasse im Westen begrenzten Baublock beschäftigt. Wir haben von allen Gebäuden Bestandsaufnahmen gemacht, Sanierungsvorschläge erarbeitet und auch Kostenberechnungen erstellt. Bereits damals war klar, dass die Parzelle 132 nach dem Wegzug der früher dort angesiedelten Schlosserei besondere Möglichkeiten der Stadtreparatur bot. Dazu haben wir schon in den achziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts mehrere Sanierungs- und Bebauungsvarianten entwickelt.




Modellstudie Gesamtsituation


Als wir dann ab 2003 mit den Planungen für die Sanierung des Gebäudes Heiliggeiststrasse 7+7.1 befasst waren, habe ich mich allerdings sehr gewundert, als plötzlich an dieser Stelle Reihenhäuser vorgeschlagen wurden. Da mein Büro mit den Reihenhausplanungen nichts zu tun hatte, die öffentliche Debatte über den vorgesehenen Abriss der beiden Pavillons in Gang kam und ich sowieso (zurecht) als befangen galt, schien es mir am korrektesten, überhaupt keine Stellungnahme zu diesem Thema abzugeben. Dies änderte sich erst, als die Städtische Baugesellschaft (GGH) 2004 mein Büro beauftragte, auf der Basis der Planungen aus den Jahren 1986-1988 eine Bebauungsvariante unter Einbeziehung der beiden Pavillons zu erarbeiten. Das Ergebnis dieser Planung, das auf der Minimalvariante aus den achziger Jahren basiert, wurde realisiert und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass dies eine richtige Entscheidung war.



Palais Nebel (Strassenseite)





Palais Nebel (Hofseite)





Semmelsgasse (Neubau-Pavillon-Palais Nebel)





Pavillons im Hof
Umbau eines Städt. Ämtergebäudes (Bürgeramt), Heidelberg

Die Heidelberger Bürgerämter enstanden aus dem Bemühen der Stadtverwaltung, eine bürgernahe Verwaltung zu schaffen und zu gewährleisten, daß jeder Bürger (in der Regel) alle anfallenden Behördengänge bei einer Bezugsperson erledigen kann. Die aus dieser Organisationsform der Verwaltung resultierenden Bedingungen waren die Grundlage der Planung und führten zur funktionellen Auslegung der Arbeitsbereiche. Die Obergeschosse wurden im Wesentlichen renoviert und mit neuen technischen Einrichtungen versehen, während für das eigentliche Bürgeramt im Erdgeschoß umfangreiche raumbildende Einbauten in einem Großraum ausgeführt wurden.


Publikumshalle


Das gestalterische Konzept sah vor, den Großraum so groß wie möglich und vor allem so hell wie möglich aus zuformen. Aus diesem Grunde wurden statisch nur aufwendig zu ändernde Bauteile durch Verspiegelungen weitgehend entmaterialisiert, technische Einbauten soweit möglich frei im Raum angeordnet und ansonsten darauf geachtet, daß alle Möblierungen bzw. sonstigen Funktionselemente filigran ausgeformt wurden. Die Gestaltung der Möbel gehörte zur Bauaufgabe und kam diesem Vorhaben entgegen, d.h. sämtliche Möbel wurden in ihrer Form und Qualität ausgeschrieben und dann in Zusammenarbeit mit einem versierten Handwerksbetrieb individuell hergestellt.





Dachverglasung


Das Bürgeramt ist seit November 1995 in Betrieb und wurde durch mein Büro mehrfach ergänzend umgebaut.


Wartebereich
Sanierung und Umbau eines Altenwohnheimes, Heidelberg




Fassade Dantestrasse
Bürohaus in ehemaliger Werkstatt, Heidelberg

Die besondere innerstädtische Lage war 1991 der Anlaß für eine alteingesessene Heidelberger Anwaltskanzlei, dringend erforderliche Büroraumerweiterungen im Volumen eines ehemals als Werkstatt genutzten Gebäudes zu realisieren. Das Gebäude liegt in einem Blockinnenbereich in der Heidelberger Weststadt. Der vorhandene Baukörper hat ca.200qm Grundfläche, bei ursprünglich ca.6,00m lichter Höhe. Die Belichtung erfolgte über die Südseite und ein Dachoberlicht. Die Außenwände waren und sind teilweise in Naturstein gemauert. Der Zugang lag im Süden, resultierend aus der Lage des Gebäudes auf dem Grundstück. Unter diesen Vorgaben und unter Einbeziehung des benötigten Raumbedarfes entstand das Entwurfskonzept für die neue Nutzung. Insgesamt entstand ein Gebäude, das aus der bestehenden Situation entwickelt wurde und „Erinnerungen“ an den Bestand zuläßt. Die individuelle Ausformung drückt die Absichten der Bauherren und der Planer aus. Als bauliches Unikat konzipiert, mit hellen, angenehmen Arbeitsräumen ausgestattet, ist das Bürohaus dazu geeignet, die tägliche Arbeitswelt positiv zu beeinflussen.



Hauptfassade





Fassadendetail





Flursituation
Umnutzung einer Scheune, Leimen




Blick von der Strasse